Kultur ist nichts Natürliches 
Es handelt sich um eine Leistung, die der Natur "abgetrotzt" werden muss. Dies gilt auch und gerade für Europa.
Alle denkbaren positiven (geistigen, kulturellen und sozialen) Aspekte, die zu dieser Idee geführt haben, sind gefährdet, wenn nationale Egoismen die Gemeinschaft als Ganzes ignorieren. Europa ist förderungswürdig und wertvoll in der Gesamtheit des kulturellen und sozialen Erbes jedes einzelnen Staates, das es einzubringen, zu integrieren und zu nutzen gilt. Der KulturPreis Europa macht darauf aufmerksam, in dem er im Jahre Eins von Europa, 1993, ins Leben gerufen wurde - Persönlichkeiten auszeichnet, die die Idee Europa ausarbeiten und zu ihrer Verwirklichung beitragen:
Persönlichkeiten, die unter Einsatz ihrer ganzen Kraft (ihres Lebens) dazu beitragen, dass auch andere wahrnehmen, dass die Idee Europa eine Chance bedeutet, das Modell friedlichen Zusammenlebens vieler verschiedener Menschen zu sein, deren Verschiedenheit als willkommenes Potential, als Mitgift gesehen wird, als Möglichkeiten, die bei der Lösung der vielfältigen anstehenden Probleme nützlich sein können und nicht etwas Angsterzeugendes, Fremdes, das es zu vernichten gilt.

Preisträger

KPE 2017
Somtow Sucharitkul (Komponist), Bangkok
Thailand und USA

2016
KPE - Ehrenmedaille
Europa-Auszeichnung an INTERKULTUR e.V.

2015/16
William Sánchez
9. ToleranzPreis Europa
Choreograf, Tänzer - Kolumbien/Deutschland

KPE - Sonderpreis 2015
Europa-Auszeichnung in die Ukraine
80 Jahre Kyiv Opereta

KPE 2013/14
Gerda Graf, Ehrenvorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverband
Verdienste um Hospiz- und Palliativbewegung

2013
Romy Haag
Sängerin, Entertainerin, LGTB Aktivistin
8. ToleranzPreis Europa nach Deutschland/Niederlande 

KPE 2012
BITEI Chisinau. Moldawien und Direktor Petru Vutcarau ...
20 Jahre Eugène-Ionesco-Theaterfestival-Biennale, Mediator zwischen Ost und West

KPE 2011
ORPHEUS Musikmagazin, Deutschland und Verleger/Inhaber Clauspeter Koscielny
7. ToleranzPreis Europa nach Deutschland/Bulgarien
Vladimir Danovsky Oratorium DIE RETTUNG von 50.000 jüd. Bürgern in Bulgarien

KPE 2010
Hans Werner Henze (Komponist) Essen, Deutschland und
Nilgün Mirze "41°29°Istanbul" Project, Türkei anl. Kulturhauptstadt Europa 2010
6. ToleranzPreis Europa

Boris Barschow, Journalist, CvD Fernsehsender PHOENIX
Deutschland/Afghanistan


KPE 2009
Radu Afrim, Regisseur (RO) und Teatrul National Timisoara, Rumänien
5. ToleranzPreis Europa nach Thailand
Dirk Weeber-Arayatumsopon in Bangkok

KPE 2008
300 Jahre Europäisches Porzellan
Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen
4. ToleranzPreis Europa
"Gegen die Wand" Uraufführung einer deutsch-türkischen Oper
Komponist Ludger Vollmer und Theater Bremen, D

KPE 2007
MBZ Zagreb (Kroatien)
Music Biennale Zagreb und Prof. Milko Kelemen
3. ToleranzPreis Europa
Schauspieler Georges Du Fresne
Frankreich, Hauptdarsteller des Films "Ma Vie en Rose"

KPE 2006
Generalleutnant Walter Jertz
Sonderpreis 2006, Bundesrepublik Deutschland und
Förderverein Interkultur e.V. MusicaMundi
Bundesrepublik Deutschland 
2. ToleranzPreis Europa
Multikulti-Musikgruppe und israel. Schulprogramm
Tel Aviv an Sheshbesh und Israel Philharmonic Ochestra (IPO) mit Zubin Metha  

KPE 2005
Hans-Dietrich Genscher, Bundesminister a.D.
erstmalig Vergabe des KulturPreis Europa in Gold für ein Lebenswerk, Deutschland und
International Springfestival Budapest
Zsófia Zimányi, Leiterin der Budapest Festival Organisation, Ungarn
1. ToleranzPreis Europa
US Schriftsteller Dough Wright, New York und Theater Telihold, Budapest

KPE 2004
EBU - European Broadcasting Union
Eurovision, Schweiz

KPE 2003
International Foundation For Culture and Arts
Istanbul, Türkei

KPE 2002
Elzbieta Penderecka
Initiatorin und Leiterin des Beethoven-Osterfestivals. Krakau, Polen

KPE 2001
Besuch bei Mr. Green
US-Autor Jeff Baron + die Produktion des Theaters i.d. Josefstadt, Wien

KPE 2000
Antonio Bassolino
Bürgermeister der Stadt Neapel, Präsident der Region Kampanien und
Sonderpreis die Vereinigung Napoli '99
und die Bürger der Stadt Neapel, Italien

KPE 1999
3sat
Satellitenfernsehen des deutschen Sprachraums ZDF ORF SRG ARD

KPE 1998
Avraham Primor
Botschafter des Staates Israel in Deutschland

KPE 1997
D.Dr. h.c. Johannes Rau
(Präsident der Bundesrepublik Deutschland) in Eigenschaft Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

KPE 1996
Prof. Dr. Pasqual Maragall
Oberbürgermeister der Stadt Barcelona und Präsident CMRE

KPE 1995
Prof. Dr. Dimitris Tsatsos (MdEP)
Staatsrechtler, Athen

KPE 1994
Prof. Dr. Helmut Zilk
Oberbürgermeister der österreichischen Bundeshauptstadt Wien

KPE 1993
Dr. h.c. Annemarie Renger
Präsidentin des Deutschen Bundestags a. D.

KULTURPREIS EUROPA 2017 geht an den Komponisten Somtow Sucharitkul in Bangkok

Beethovens 9. Sinfonie wird bei der feierlichen Überreichung am 18. Dezember im Thailand Culture Centre erklingen. Der Preisträger steht persönlich am Dirigentenpult.
Somtow Sucharitkul eröffnete Thailand die Welt der Oper als eine Brücke zwischen Europa und Thailand und dem Kulturtourismus eine neue intellektuelle Dimension von Erleben, ein Zentrum für eine Pilgerreise der anderen Art. Musikfreunde und Buddhisten aus aller Welt, so heißen die neuen Zielgruppen.



News4Press.com Der 1952 in Bangkok geborene thailändische Diplomatensohn Somtow Sucharitkul verbrachte die meiste Zeit seines Lebens im Ausland. Die Musiklaufbahn startete er in den 70ern mit dem Versuch, thailändische und westliche, postmoderne Musik in bis dahin ungewohnten avantgardistischen Klangkompositionen in Thailand auch mit Hilfe des damaligen Leiters des Goethe-Instituts zu etablieren. Heftige Abwehrreaktionen seiner Landsleute setzten ihm psychologisch derart zu, dass er mit einem frühen Burnout in die USA auswanderte. Ursprünglich als Therapie gedacht, begann er, sehr erfolgreich Science-Fiction-Romane in englischer Sprache zu schreiben.

Während der 20jährigen Abwesenheit des Schriftstellers von Thailand war die Musik doch noch ein Teil Somtows geblieben. Diesmal jedoch stand seine Vorliebe für neo-romantische Kompositionen im Vordergrund. "Die Zeit eines revolutionären Post-Stockhausen wandelte sich sukzessive in eine Liebe zu neo-romantischen Kompositionen und Werken", so der Künstler. Es entstanden Mischgebilde oder Crossover zwischen westlichen und thailändischen musikalischen Elementen, ohne dass er sich schuldig fühlen musste. Es erleichterte seine Arbeit ungemein. "Ich komponiere auf der Basis meines ethnischen Ursprungs und schaffe eine Verbindung zwischen Ost und West. Meine Wurzeln liegen in Asien, die Art und Weise der Umsetzung im Amerikanischen oder Westlichen", so Somtow weiter.

Das Opernhaus in Houston Texas beauftragte ihn 2000 mit dem Schreiben einer zeitgenössischen Oper, aber es sollte etwas Indisches sein, spielbar in den Dimensionen eines kleinen Hauses. So entstand die Idee, sich mit der attraktiven Story des "Schweigenden Prinzen" aus den letzten 10 Leben des Buddha auseinander zu setzen. Die Premiere von "Temiya, The Silent Prince" brachte den Erfolg auf dem neuen Feld zum Tragen. Die erste Oper aus einer Historie von 10 Geschichten war geboren und wurde 2012 in Bangkok frenetisch gefeiert, gleich der Rückkehr eines verlorenen Sohns. Thailändische und westliche Klänge verwoben zu einem Klangteppich aus althergebrachten südostasiatischen Tongebilden, gesäumt von neo-romantischen Klängen westlicher Tonalität in Orchester- und Gesangsarrangements. Sopran, Bass und Countertenöre amerikanische und thailändische Solisten erreichten das Ohr der Besucher beider Welten, getragen von einem großen Sinfonie-Orchester aus Bangkok mit Konzertmeister aus Europa. Der Komponist schaffte Klangwelten, in denen sich die Unterschiede dieser Welten zu einem neuen Musikerleben vereinten. Die Thai-Oper schien geboren.

Es folgte seine alte Idee des zweiten Buddha Lebens, Mahajanaka, eine Ballettkantate oder Ballettoper, umgesetzt und überraschte die Besucher nicht nur mit besagten Klangerlebnissen, sondern auch mit einem Ballett, beheimatet auf eben denselben beiden Säulen, dann 2015 "Sama - The Faithful Son" in gleicher, erfolgreicher Struktur.
Dazwischen schaffte er im Regierungsauftrag der nordischen EU-Staaten den Song Zyklus "Before Dawn" aus Anlass des 100. Geburtstags des Nobelpreises, ebenso auf Anfrage der thailändischen Regierung ein Requiem "In Memoriam 9 / 11", den Toten der Tragödie von New York gewidmet.

"Dan no Ura", japanisch inspiriert, und die Fantasy Oper "The Snow Dragon", bescherten ihm von einem englischen Kritiker das Lob des interessantesten Komponisten moderner Oper ein, den es allerdings in den kommenden Jahren zu festigen gilt. Vielleicht trägt dazu der 10-Opern-Zyklus "DasJati - The Ten Lives of Buddha" bei, der - sobald vollendet- der Welt größtes Musikdrama in der Geschichte ausmachen wird. Bald nun soll nun der siebte Teil, eine Kammerproduktion, aufgeführt werden, Buddha als Wegweiser und Ratgeber am Hof seines Vaters, wenn er nur seinen Sohn opfert, eine Art buddhistischer Version des Idomeneo.

Sucharitkul dirigierte in Bangkok den kompletten Mahler Zyklus, ebenso wie die allerersten Wagner Opern Rheingold, Walküre und Holländer in dieser asiatischen Region, was ihm das Goldene "W" der Wagner-Gesellschaft einbrachte. Dazu internationale und Thai-Sängerinnen und -Sänger im Gegensatz zu anderen asiatischen Ländern, die stets eine Komplett-Besetzung importieren. Ein echtes Thai-Wagner-Erleben, ein musikalischer Brückenschlag zwischen Ost und West, Wagner ist up to date in Thailand; es geht um Intrige und Korruption; Wagners Ring wird in Bangkok sehr gut verstanden.

Somtow wagte sich ein weiteres Mal auf ein neues Feld. Er eröffnete Thailand die Welt der Oper als eine Brücke zwischen Europa und Thailand und dem Kulturtourismus eine neue intellektuelle Dimension von Erleben, ein Zentrum für eine Pilgerreise der anderen Art. Musikfreunde und Buddhisten aus aller Welt, so heißen die neuen Zielgruppen.

Für seine Verdienste als Kulturbotschafter zwischen Ost und West hat das KulturForum Europa dem Komponisten, Dirigenten und Schriftsteller Somtow Sucharitkul den KulturPreis Europa 2017 zugesprochen. Die Ehrung wird in Bangkok im Rahmen eines Konzerts am Internationalen Tag der Migranten stattfinden. Der Preisträger darf dann eine kostbare Schale aus "Europas erstem Porzellan" von 1710 mit nach Hause nehmen. "Europa auf dem Stier" ziert das Porzellankunstwerk von MEISSEN®, das nach einem Entwurf von 1930 erstmalig und exklusiv für die Auszeichnung KulturPreis Europa gefertigt wurde.